Sonntag, 5. Januar 2014

Baufortschritt Deckaufbauten Januar 2014



Nachdem die Basis für das Hauptdeckhaus fertiggestellt wurde, konnte mit dem Aufbau der Fensterfronten und der Flybridge-Konstruktion begonnen werden. Über eine Treppe vom Achterdeck kann ein über 40m2 grosses Deck erreicht werden, auf dem sich später eine Lounge und ein Aussensteuerstand befindet.
Diese Konstruktion wird nun aufgebaut aber nicht mit der Basis verschweisst sondern abgehoben. In den nächsten Tagen werden die Aluminium Platten angebracht um der Konstruktion die nötige Stabilität zu geben um sie zu transportieren. Wird das Deckhaus schonjetzt komplett fertig verschweisst, steigt die Gefahr des Verzugs des Materials was wiederum grossen Anpassungs-Arbeiten in der Aussenwerft verlangen würde. So wird der obere Teil der Konstruktion erst in der Werft komplett fertig geschweisst. Zudem werden Verstärkungen montiert, die nach dem Transport wieder entfernt werden um die genauen Masse zu erhalten. So kann dann in der Aussenwerft das Deckhaus mit der Basis "verheiratet" werden.
An der Aussenhaut haben die Spachtelarbeiten begonnen um dem Schiff eine sanfte gleichmässige Oberfläche zu verleihen. Dazu später mehr.

Ansicht von Achtern nach vorn: Heckeingang zum Saloon durch eine Grosse 2 flüglige Türe


Haupteingang Steuerbord mit der fertigen Basis


Im Schiffsrumpf wird an der Innenausstattung gearbeitet.
Die Abflüsse und Toilettenleitungen sind bereits fest installiert.
Auf einem Schiff ist ein ausgeklügeltes Abwassersystem notwendig, da nicht wie beim Hausbau mit Gefälle gearbeitet werden kann (nur sehr begrenzt).
Dazu haben wir einen Kanal in der Mitte des Schiffs vorgesehen, der sich über die ganze Länge erstreckt. Dieser bildet auch die Bilge (der unterste Punkt des Schiffsrumpfs)
Bei einem Schiff ist es wichtig, dass die Bilge immer gut zugänglich ist und kontrolliert werden kann. Wasser sammelt sich immer am untersten erreichbaren Punkt. Wasser und Stahl = Korrosion. Natürlich ist die Bilge wie das ganze Schiff gut durch Farbe geschützt jedoch muss man wissen, dass ein Schiff immer von Innen nach Aussen rostet. Ist die Bilge gut zugänglich kann diese immer auf Feuchtigkeit kontrolliert werden. Das Wasser kommt praktisch nie von aussen nach Innen (Seewasser) sondern meistens von undichten Rohren oder geöffneten Luken.
Zurück zum Kanal. Hier laufen alle Leitungen zusammen. Die Abwässer werden dann von hier in die im Bug liegenden Tanks gepumpt.
Jede Bilge besitzt auch einen Anschluss an die leistungsstarken Bilgenpumpen, die im Notfall eingesetzt werden können. Das Entwässerungssystem ist 3x redundant.


Aussenansicht Steuerbord: Hier können schon jetzt die Proportionen des Deckhauses betrachtet werden.
Gut zu sehen: Die SB-Fensterfront.



Gruss aus Kilada

Fibo

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