Freitag, 18. Oktober 2013

Innenausbau und Aluminium Teil 2



Innenausbau und Aluminium Teil 2

In den letzten Wochen ist wieder viel gelaufen. Im Innenausbau wurden viele Details fertiggestellt und nun können alle Möbel auf das genaue Mass angefertigt werden. Jedes Stück wird genau auf die Rundungen der Bordwand gefertigt. Wie das Meiste werden auch die Möbel in der Schweiz hergestellt.
Trotz der grösse des Schiffs sind wir darauf bedacht, jeden Stauraum zu nutzen. Die Technik frisst einen grossen Teil des Innenraumes. Als Beispiel: für die Klimatisierung und die Warmwasseraufbereitung werden Warm- und Kaltwasser-Speicher mit einem Volumen von 600l benötigt. Diese werden so verbaut, dass der Gast davon nicht gestört wird und Wartungsarbeiten durchgeführt werden können ohne gleich das ganze Schiff zu zerlegen.
Die erstere Komponente ist schwieriger als gesagt... Technik macht Lärm. Um das Schiff möglichst leise zu machen bedarf es Hightech-Materialien. Die Wände werden durch Matten mit Kammern isoliert, die winzige Eisenkügelchen enthalten. Seit die ersten matten in den Crewkabinen verbaut sind, muss man schon ziemlich laut durchs Schiff brüllen...
Der lauteste Ort des Schiffs ist natürlich der Motorenraum. Die Gästekabinen sind so angeortnet, dass sie sich möglichst weit entfernt davon befinden. Natürlich wird man die Maschinen hören, wenn das Schiff fährt oder die Generatoren Strom erzeugen, jedoch haben wir das Energiemanagement so ausgerichtet, dass in der Nacht alle Systeme von den "lautlosen" Batterien gespiesen werden und so keine Motorengeräusche die Nachtruhe stören.
Der Motorenraum der Summerset wird mit einem speziellen Anstrich versehen, der höchst Schalldämmend ist.

 Bugkabine.

Im Aluaufbau geht es auch voran. Die Rundung zeigt die Position des Whirlpools, der schon bald bereit für den Einbau ist.



Schiffbau heisst flexibel sein und bleiben. Tagtäglich treten Schwierigkeiten auf, für die Lösungen gesucht sind. Sei es im Innenausbau oder auch bei der Schiffstechnik. Alle Teile müssen individuell angepasst werden. Praktisch kein Teil wird ungeändert verbaut oder so verbaut wie es geliefert wird. Natürlich mit Ausnahme der massgefertigten Teile.
Das Deckhaus wird so hoch, dass wir die Halle nicht verlassen können und die Kabel auf dem Weg ans Meer demontiert werden müssten. Wir müssen das Deckhaus nun so Bauen, dass es nach dem Anpassen an die Basis auf Deck abgehoben werden kann. Der Bugteil kommt mit 15cm Luft unter dem grossen Portalkran in der Halle hindurch und kann somit fertig geschweisst werden. Der Heckteil ist fast 3m zu hoch. Das Deckhaus wird insgesamt über 4 Tonnen wiegen.Wäre es aus Stahl, würde es knapp 12 Tonnen auf die Waage bringen.
Es bleibt also spannend.



Übrigens: Der Herbst hier Argolida ist mit die schönste Zeit des Jahres. Angenehme Temperaturen und wenig Regen sind perfekt um Sport oder Sightseeing zu machen.

Grüsse aus Kilada

Fibo

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